Gelesen und empfohlen II

Dr. Wolfgang Werner – Einnahmeverordnung

Schreibende Ärzte, dichtende zumal, hat es in der Literaturgeschichte schon einige gegeben. Der bürgerliche Beruf sicherte ihnen ein Einkommen und damit die Möglichkeit ihrem künstlerischem Drang nachzugehen. Wenn dafür eben noch Zeit blieb, was zum Verdruss vieler literarisch interessierter Doktoren immer weniger der Fall war und ist.
Dr. Wolfgang Werner weiß sich zu helfen und greift zu dem altbewährten Mittel Kronkete Poesie:

Einnahmeverordnung

morgens mittags abends

2 2 2
1 1
1 1 1

An Gomringer gemahnend beweist Werner hier Mut zur Lücke. Oder, um es nicht mit Ror Wolf zu sagen: Das Runde muss ins Eckige.
Ein Unikat wie mir scheint, was es bei einem erneuten Aufsuchen der wernerschen Wirkungsstätte zu überprüfen gilt.

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