Archiv für November 2009

Spam-Betreff des Monats V

November 2009

Egon, holen Sie sich Ihre 25 Euro gratis Startkapital ab!

klingt ja erst einmal annehmbar, möchte man meinen und vielleicht noch bemängeln, dass man mit dem Betrag nicht weit kommt.
Als ich dann aber noch den Absender sah, war der Käse gegessen. Suchen sie sich einen anderen, Herr oder Frau

Duell Einladung

Nachtrag III

Dass das jetzt ein Monatsrückblick wurde, war so auch nicht vorgesehen. Und dann auch noch vom fast vorletzten. Jedenfalls:
Von vorne los ging für mich Anfang Oktober die neue Poetry Slam Saison. Lustig war die Städtekombination in West-Südwestrichtung. Das geht bestimmt noch geschickter. Naja, die Bahncardanschaffung muss sich ja gelohnt haben.

Am Freitag, 02. Oktober fuhr ich zunächst gen Aachen, zum Satznachvorn Poetry Slam. Die Bahnfahrt war entspannt und ereignislos; in aller Ruhe bereitet ich mich auf den Abend vor. Und dann doch eine magische Verspätung von gut 45 Minuten. Langes Suchen nach dem Ankommen entfiel in der für mich – mal wieder – neuen Stadt, da ich von Biggi meiner Gastgeberin abgeholt wurde. An der Stelle noch einmal besten Dank, vor allem auch für Speis und Trank!

Einen lustigen Namen hat der Veranstaltungsort; ich dachte erst an Stadtrand und Autobahn. Aber weit gefehlt. Die Raststätte befindet sich mitten drin zwischen Hauptbahnhof und Innestadt. Klein und fein ist hier die Devise, und ganz unironisch muss ich mitteilen, dass mir der Blick an die Decke besonders gefiel, enthüllte er doch pitoreskeske Röhren – und Rohre-Formationen. Aber davon und vom stilvoll kalauernden Moderator Gerhard Horriar ließ ich mich nicht ablenken und schlingelte mich durch ein für mich neues Jedergegenjeden-Sytem ins Finale. Ich gratuliere auf diesem Wege noch einmal dem fleißig reimenden Erstplatzierten Pierre Jarawan.

Nach dem obligatorischen Thekengesprächsbier ließ ich mir in der belebten Aachener Innenstadt eine Spinatknoblauchpizza munden. Da war zwar zunächst nur Spinat drauf, aber auf Nachfrage wurde mir eine Kanne von in Olivenöl ersoffenen feinst gehacktem Knoblauch serviert. Sehr löblich und auch sehr billig, leider habe ich den Namen vergessen und kann so keine Werbung machen. Ich würde aber die Dönerpizzeria wieder finden, und das ist das einzige das zählt.

Die vormittägliche Stadtbesichtigung fiel nach dem Frühstück recht kurz aus. Ein Blick in den Dom durfte natürlich nicht fehlen, aber ich spaziere lieber durch die Städte, doch das Wetter lud nicht dazu ein und der Feiertag unterband auch eine Shoppingtour. So saß ich stundenlang in zwei Cafes. Beide warben mit Wlan, in beiden konnte mir niemand das Passwort verraten. Kinderschuhe …
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Einen Satz mit … Gernhardt gerne mal nachahmen XVIII

Heute: Chorweiler

Er steht nicht mehr im Tor, seit er
Nicht mehr springen konnte.
Und sein letztes Hobby nun
Versagt‘ ihm der Dorftribun:
Er singt nicht mehr im Chor, weil er
Noch nie singen konnte.

Aus dem Zettelkasten XVII

Mein Husten sei unproduktiv, sagte der Arzt. Achja, das passt zu mir.

Gelesen und empfohlen II

Dr. Wolfgang Werner – Einnahmeverordnung

Schreibende Ärzte, dichtende zumal, hat es in der Literaturgeschichte schon einige gegeben. Der bürgerliche Beruf sicherte ihnen ein Einkommen und damit die Möglichkeit ihrem künstlerischem Drang nachzugehen. Wenn dafür eben noch Zeit blieb, was zum Verdruss vieler literarisch interessierter Doktoren immer weniger der Fall war und ist.
Dr. Wolfgang Werner weiß sich zu helfen und greift zu dem altbewährten Mittel Kronkete Poesie:

Einnahmeverordnung

morgens mittags abends

2 2 2
1 1
1 1 1

An Gomringer gemahnend beweist Werner hier Mut zur Lücke. Oder, um es nicht mit Ror Wolf zu sagen: Das Runde muss ins Eckige.
Ein Unikat wie mir scheint, was es bei einem erneuten Aufsuchen der wernerschen Wirkungsstätte zu überprüfen gilt.

Gelesen und empfohlen I

Irmtraud Morgner – Die wundersamen Reisen Gustavs des Weltfahrers (Verbrecher Verlag)

1972 war dies ein märchenhafter Gegenwartsroman über zwei Menschen, die sich was zu erzählen hatten. Diese Neuauflage aus dem Jahre 2006 zu lesen, ist nun eine kleine Zeitreise in das untergegangen gewordene Land DDR. Wem der Kopf von der neuesten Genie- und Idolduselei in der deutschsprachigen Literatur dröhnt, greife zu diesem Buch und genieße diese Sätze voller einprägsamer und wie ich auch meine, richtiger Gedanken.

Nachtrag II

Ab morgen will ich mich mal dazu aufraffen, einen Rückblick auf die Poetry Slams und Lesebühnen der letzten zwei Monate veröffentlichungsfähig fertig zu schreiben. Ja, so alt ist die neue Saison schon. Was die Slammerei angeht, ja erst meine zweite überhaupt. Hab ich auf meine alten Tage doch noch Blut geleckt. Es macht nicht immer Spaß, lohnt sich doch aber immer, schon allein wegen dem Lerneffekt. Und wegen Kennenlerneffekt. Haha …

Einen kleinen Eindruck, wie das aussieht gibt es hier

Einen Satz mit … Gernhardt mal gerne nachahmen XVII

Heute: Arno

The chips are very delicious
But there Arno fishes

Kalauer, meinen Namen betreffend III

Ich arbeite übrigens in Altersteilzeit …

Einen Satz mit … Gernhardt mal gerne nachahmen XVI

Heute: Darth Vader

Tu mal bitte nicht so viel Wasser in den Topf hinein,
das Ei Darth Vader zu hart, noch zu weich sein