Gelegenheitsslammer V

Am Samstag tuckerte ich mit der Bibabummelbahn nach Trier, bei herrlichstem Sonnenschein den Rhein und die Mosel entlang. Und am Sonntag dieselbe Strecke wieder zurück. Da das jeweils vom Pitoreskesten war, wird dieser Eilmeldung noch ein ergänzender Bericht zu meiner so spannenden, wie auch langweiligen Bahnfahrerei folgen. Aber zum Slam

Verbum Varium Treverorum in Trier

Ich bin letztes Wochenende michaelfoxmäßig hinter das Geheimnis meines Erfolgs gekommen: Vor dem Slam ein Fußballspiel ansehen (gut für die Stimme und den sportlichen Ehrgeiz?!), nicht für die zweite Runde vorbereiten und hypernervös sein. Das bringts! Ob das bei anderen Artisten auch ein gute Kombination ist, oder ob es doch eher daran lag, dass ich die Texte für die Vorrunde zuhause hab liegen lassen, also volle Kanne auf diese auswendig-aufsag-Angeberei angewiesen war: Wer weiß, jedenfalls reichte all das endlich mal wieder für den Finaleinzug. Peter Parker aus Frankfurt, der aus der ersten Runde weitergeklatscht wurde, und ich lieferten dann zwei stilistische sehr unterschiedliche Beiträge ab. In einer sportlich fairen, doppelt-hält-besser-Abstimmung entschied sich das Publikum zu guter Letzt für Egon Alter aus Darmstadt, huch das bin ja ich…
Yeah, drei Punkte mehr für die Greencard. Gar nicht so leicht war dann die Zugabe, glaube da hab ich mich nicht für die beste entschieden. Naja, schnell nochn Vierzeiler hinterher geschoben …

Mit dabei und zwar nicht in der Reihenfolge, sondern irgendwie anders, waren noch Luc Spada aus Luxemburg (aber aus München angereist), Jan-Patrick Proost aus dem nahen Wittlich, der milchbärtige Daniel Keiser aus Frankfurt, Frühaufsteher Tobias Glufke aus Halle, Frühschläfer Andreas Weber aus Münster, Marc Schade aus Konz und local hero Matylda Bzdak aus Trier (Tilly Dean stand auf dem Plakat). Sowohl humoristische als auch ernste, poetische Texte kamen gut beim Publikum an, dafür hat es selbst natürlich Applaus verdient. Leider fanden nicht soooo viele Slam Poetry-Begeisterte den Weg in die Produktion, was der Veranstalterin zufolge auch an einer ähnlichen Veranstaltung am selben Abend in einer anderen location lag. Am nächsten Morgen, ähm Mittag, trafen Daniel und ich beim Frühstücksbuffet in einem Cafe Felix Römer und Nadja Schlüter. Ahjaaa … Terminabsprache wäre dem Trierer Slam zu wünschen, oder according to the greatest son of this little town: Veranstalter aller Lesungen in Trier : Vereinigt euch!

Ergänzungen folgt …

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