Archiv für März 2009

Einen Satz mit … Gernhardt gerne mal nachahmen XIV

Heute: Sevilla

Felipe Gonzalez nachts gramgebeugt um die Villa schlich
Doch es stellte ihm ein Wächter nach
Und da der fragte, kam es, dass Felipe sprach:
„So liebend gern würd ich zur Senora, doch Sevilla nich‘“

Weite Welt VI

Die 0 kommt vor der 1, oder?

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Wer nicht fragt bleibt dumm I

Drum frage ich: Warum ist einer Tüte Capri-Sonne Farbstoff drin? Hmm … Naaa?!?

Gelegenheitsslammer V

Am Samstag tuckerte ich mit der Bibabummelbahn nach Trier, bei herrlichstem Sonnenschein den Rhein und die Mosel entlang. Und am Sonntag dieselbe Strecke wieder zurück. Da das jeweils vom Pitoreskesten war, wird dieser Eilmeldung noch ein ergänzender Bericht zu meiner so spannenden, wie auch langweiligen Bahnfahrerei folgen. Aber zum Slam

Verbum Varium Treverorum in Trier

Ich bin letztes Wochenende michaelfoxmäßig hinter das Geheimnis meines Erfolgs gekommen: Vor dem Slam ein Fußballspiel ansehen (gut für die Stimme und den sportlichen Ehrgeiz?!), nicht für die zweite Runde vorbereiten und hypernervös sein. Das bringts! Ob das bei anderen Artisten auch ein gute Kombination ist, oder ob es doch eher daran lag, dass ich die Texte für die Vorrunde zuhause hab liegen lassen, also volle Kanne auf diese auswendig-aufsag-Angeberei angewiesen war: Wer weiß, jedenfalls reichte all das endlich mal wieder für den Finaleinzug. Peter Parker aus Frankfurt, der aus der ersten Runde weitergeklatscht wurde, und ich lieferten dann zwei stilistische sehr unterschiedliche Beiträge ab. In einer sportlich fairen, doppelt-hält-besser-Abstimmung entschied sich das Publikum zu guter Letzt für Egon Alter aus Darmstadt, huch das bin ja ich…
Yeah, drei Punkte mehr für die Greencard. Gar nicht so leicht war dann die Zugabe, glaube da hab ich mich nicht für die beste entschieden. Naja, schnell nochn Vierzeiler hinterher geschoben …
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Lecker Lesen Lassen XII

Einmal werden wir noch wach …
und dann ist es schon wieder so weit und es heißt:

LeckerLesenLassen

die Mit-Lesebühne von und mit Tilman Döring und Egon Alter

im Schlosskeller Darmstadt

am Dienstag, 24. März

Einlass ab 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr

starring: Daniel Keiser (Frankfurt a.M.)

+ Open Mic
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Darmstadtia

Die Filmstadt Darmstadt schreibt mal wieder Geschichte. „10 Tage Jan“ heißt der bis dato längste Film auf Erden um den es hier geht und die Premiere läuft seit dem 16. März und geht noch bis zum 26. März, 21 Uhr. Kann man also noch einsteigen. Auf, nein in den, nee bei den Filmtagen Frankfurt, also bei den Filmtagen kann man noch in den Film reinschauen.

Ich werde das nicht mehr hinkriegen, ich warte auch lieber die Sequels ab, die analog zu einer beliebten Zombiefilmreihe „10 Wochen Jan“ und „10 Monate Jan“ heißen werden. Wahrscheinlich …
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Gelegenheitsslammer V

So, bevor es morgen gleich schon wieder weiter nach Trier geht, noch schnell ein Nachklapp zur Dichterschlacht-Schüssel. Dankenswerterweise hat Manfred Manger, Veranstalter des Schweinfurter Poetry Slams, ergo Vorkämpfer für die gute Sache einen Artikel aus der Lokalpresse verschickt:

„Was Sie hier alles auf der Bühne sehen, das sind ja alles gescheiterte Existenzen.“ Christian Ritter, erfahrenes Poetry Slam-Schlachtross aus Bamberg, hatte Mut zur Selbstkritik. Dichter sind Schriftsteller und derzeit ist doch Buchmes-se in Leipzig: „Und wo sind wir?“
In der Kulturwerkstatt Disharmonie, bei der achten Schweinfurter Dichterschlachtschüssel, serviert vom lokalen Wortküchenchef Manfred Manger. Ja, er lebt noch, der Schweinfurter Poetry Slam, auch wenn die Zeiten, nicht nur für Künstler, rauer werden: Mit ihnen die Gedichte. Statt fein verspielter Satzdrechselei dominierte 2009 eher der derbe, zynische, rohe Witz – und doch ließ sich zwischen vielen Zeilen die (literarische) Liebesbedürftigkeit erahnen. Auch wenn es im Mai einen eigenen U20-Slam geben wird, dominierten im Publikum die jungen Gesichter. Außer Konkurrenz:
Nachwuchstalent Florian Höchemer, der im Staccato Verse zum Dauerbrenner „Einsam-zweisam“ beisteuerte.

„Anti-Anti-Anti-Semitisch“
„Anti-Anti-Anti-Semitisch“ ging der eigentliche Slam los, dank befruchtender Verse des Bonners Lasse Samström. „Mit richtiger Jacke macht dir der Winter nichts“, so die Erkenntnis der Berlinerin Paula Gelbke. Der Darmstädter Egon Alter entspiegelte den Focus und ließ am Ende selbst den Schöpfer sprachlos werden. „Deutsch ist nicht romantisch“, meinte der kernige Braunschweiger Dominik Barteis: „Der Akt“ ist ja noch männlich, „die Konsequenz“ dann aber weiblich.
„Erst ging ich auseinander, dann sie und dann wir“, meinte Florian Cieslik zu seiner Pfannkuchen-Beziehung. Die Gedichte des Kölners drehten sich um „kleinkariertes Papier“ und den Heiligen Abend – ihn „eilig habend.“ Einen Bestseller zur Freude des Feuilletons legte Christan Ritter, Ausrichter des Würzburger Poetry Slams, hin, bevor der amtierende deutschsprachige U20-Meister, Bleu Broode aus Bremen „The Day after“ – einen Zwi-schenbericht nach einer mehr als nur wilden Party – zum Besten gab.
Den hohen Norden vertrat 2009 Moritz Neumeier – mit rustikalen bis schockierenden Erlebnissen in einer Schule für geistig Behinderte. Dank der abgründig „grungigen“ Ballade aus der Wirklichkeit schaffte es der Kieler in der Publikums-Abstimmung ins Finale: Wo er Paula, Dominik und Moritz wieder traf.
Der Braunschweiger Barteis befasste sich mit Selbstzweifeln eines handgreiflich werdenden Dichters -und landete auf Platz 4, Christian .Ritter entwickelte (wieder mal per Laptop) ein RTL-reifes Drehbuch (dafür gab’s die Bronze-Schlachtschüssel). Die Berliner Kollegin Paula griff mit einem Gedicht pro Singles und gegen Familienglück nach dem silbernen Pott. Brillant vorgetragen und daher unbedingt goldwürdig:
Moritz Neumeiers Parabel über die Radikalisierung eines Eichhörnchens, das im Wald seine Vorräte nicht mehr findet – und daher eine brüllende Hetzkampagne gegen die „Sünden-Schweine“ startet: Die Forderung nach einer „Schweinskristallnacht“ inklusive.

Soweit das Schweinfurter Tageblatt.

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Freizeitverhalten V

Lecker raven gehen in Darmstadt! Yeah! Wo gibts denn so was? Na, in der Oetinger Villa, morgen schon, ab 22 Uhr. Unter anderem mit meinem Alter Ego DJ Fooligan und seinem Triple Chili Breakz-Kollegen von Mindflow, Evidenz aka DK Denz.

Gelegenheitsslammer IV

7. Minute: Wer hat an der Uhr gedreht?

In Heidelberg hab ich am Samstag mal wieder gewonnen. An Erfahrung. Muahaha … Alt, aber wahr. Es war nämlich so, dass ich zum ersten Mal auf einem Slam übers Zeitlimit hinaus performte. Aber soo richtig. Denn anstatt auf die nicht gerade subliminal angedeutete Botschaft hinter den Zeilen „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ zu achten, bewegte ich mich im Rhythmus dieses easy listening Gassenhauers. Yeah! Hat Spaß gemacht, ebenso auch die Publikumsabstimmung nach unserer Runde. (mehr…)

P VI

Die Märzausgabe des P ist wieder eine sehr gelungene. Meine bescheidenen Beiträge hierzu sind die Übersicht über die im März in Darmstadt stattfindenden Lesungen, die leider wieder nicht vollständig ist, da einige Veranstalter zu lange mit Informationen geizen, eine kommentierende Reportage über Überwachungsmaßnahmen in der City und ein weiteres Autorenporträt. Getroffen hat es dieses Mal meinen LeckerLesenLassen-Co Tilman Döring, was ja schon ein wenig nach Vetternwirtschaft aussieht. Aber hey: Erstens ist er nicht mein Vetter, zweitens was solls? Die interessierte Menschheit beglücken natürlich, also bitteschön und auszugsweise:

„Skateboarding is not a crime“ verkündet der Aufdruck auf Tilman Dörings Kopfbedeckung. Alles was Recht ist, da mag man dem Kappenhersteller nicht widersprechen. Es sind aber weniger die rollenden Bretter, die für den 19-Jährigen mittlerweile die Welt bedeuten. Denn: „Habt Ihr Bock auf Poetry?“, fragt Tilman regelmäßig sein Publikum, um dann Wörter aus seinem Mund ins Mikrofon zu rollen.
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